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Was braucht ein Hochzeitsfotograf für Kameras und Objektive? Diese Frage ist zu großen Stücken eine persönliche Entscheidung, es gibt hier kein richtig oder falsch.
Ich weiß das darüber gern diskutiert wird und sich die Technik natürlich enorm weiter entwickelt hat, deshalb geht es mir in diesem Beitrag nicht darum etwas festzulegen, sondern eben meinen ganz persönlichen Workflow zu zeigen.
Auch mein Workflow ändert sich im laufe der Zeit, deshalb ist dieser Einblick immer nur eine Momentaufnahme.
Viel Spaß! 

Kameras

Die Reportage-Queen: Nikon D750 (2x)

Für meine Hochzeiten setze ich voll auf Nikon’s Top Kamera: Der D750.Diese Kamera bietet zur Zeit den beste Mischung aus kompakter Größe, bester Haptik, großartigem Rauschverhalten und sagenhafter Dynamik.

Die D750 ist leicht und so griffig, wie bisher keine Nikon zuvor. Die Japan
er haben das Display auf der Oberseite verkleinert und sie dadurch etwas schmaler gebaut, genau das sorgt dafür, das die Hand (zumindest meine) perfekt um die Kamera geht. An langen Tagen unschätzbar viel Komfort!
Das Bild liefert der Vollformat Sensor, zwar „nur“ in 24MP Auflösung, aber genau die richtige Größe um die Balance zwischen Ressourcen und Handling der Bilder zu halten. Was die Kamera allerdings wirklich herausragend für die Hochzeitsfotografie macht, ist Ihr Rauschverhalten bei hohen ISO’s und den riesigen Dynamikumfang, hier ergeben sich ganz tolle Möglichkeiten. Ein weiteres absolutes muss: 2 SD-Karten Slots! Backups in der Hochzeitsfotografie sind überlebenswichtig.

Die D750 hab ich immer im Doppelpack dabei – Stichwort Backup. Zudem fotografiere ich ausschließlich mit Festbrennweiten und kann so schneller zwischen zwei Brennweiten wechseln.

Immer dabei: iPhone 6s

Ja, das iPhone! Auf Flickr ist das iPhone seit 2016 die Kamera von der die meisten Uploads kommen, ein Beweis dafür, wie mobil und erreichbar die Fotografie heute ist. Die Qualität mit der „aus der Hosentasche“ fotografiert werden kann ist beeindruckend und die Entwicklung ist noch längst nicht zu Ende.

Mit dem iPhone fotografiere ich an Hochzeiten die ganz spontanen Dinge, meist während der Pausen. Oft setzte ich es auch als Spiegel ein, das schwarze Display und das Glas darüber eignen sich super dafür.

Unabhängig von der Fotografie ist das iPhone natürlich auch mein Helfer in allen Lebenslagen. Terminkalender, Emails immer und überall erhalten, Navigationssystem und Webzugang von überall. Für meine Geschäftsprozesse unabdingbar! Ruf mich doch einfach mal an und erlebe die tolle Sprachqualität des iPhones 🙂

Objektive

Das große Ganze:  Nikon 20mm 1.8G

20mm ist meine Brennweite, wenn es darum geht viel auf’s Bild zu bekommen, Szenen oder besonders viel Atmosphere einzufangen.

Das Nikon 20mm 1.8G zeichnet sich besonders durch seine kompakte und leichte Bauweise aus und Gewicht spielt für mich eine große Rolle.

Es bietet zudem eine hohe Lichtstärke und eine tolle Naheinstellgrenze für besonders interessante Unschärfe bei 20mm. Filter können auch aufgeschraubt werden. Im verlauf des Tages setze ich es sehr gezielt ein, meistens für Aufnahmen in der Kirche und Gruppenbilder. Am Abend ersetzt es das klassische 35mm Objektiv für besonders interessante Bilder der Party.

Klassik trift Perfektion: Sigma 35mm 1.4 ART

Sigma? – Ja Sigma!
Lange Zeit war Sigma für mich keine Wahl, mittelklasse Objektive mit mäßiger Qualität und ohne wirkliche Überzeugung. Doch mit dem Beginn der ART Serie von Sigma hat sich der japanische Objektiv Hersteller in die vorderste Liga gespielt.
Das 35mm 1.4 ART ist meine „immer-drauf“ Linse, im Schnitt mach ich mit diesem Objektiv ca 60% aller Bilder an einer Hochzeit. Die Überragende Schärfe bei offen Blende 1.4 macht es einfach zum erstklassigem Objektiv für Hochzeiten und kreiert hierbei einen besonderen Reportage-Look.
Die Verarbeitung ist absolut erhaben, der Autofokus ist schnell und treffsicher. Getoppt wird das ganze noch durch den Preis, etwa die hälfte des Nikon Pendants. Einziges Manko ist das Gewicht, mit 665 Gramm kein Leichtgewicht, aber das wäre wohl zu viel des guten.

Der kleine Allrounder: Nikon 50mm 1.8G (2x)

Nikon 50mm 1.8G (2x)

Das Nikon 50mm 1.8G ist wohl eines der Objektive, die einfach in die Tasche jedes Fotografen sollte und auch passt. Es ist extrem leicht, sehr klein, extrem günstig und bietet mit einer offen Blende 1.8 eine hohe Lichtstärke bei gleichzeitig sehr guten Abbildungsleistungen.
Ich hab zwei dieser kleinen Allrounder:

Eins als Backup, denn sollten mich mal eins oder mehrer Objektive verlassen, könnte ich dem Nikon 50mm 1.8G problemlos den Rest des Tages fotografieren.

Das zweite ist ein Umbau für das sogenannte Freelensing. Kreative Unschärfen in ein Bild zu bekommen ohne in ein teures Tilt-Shift-Objektiv investieren zu müssen – bedarf zwar etwas Übung, macht aber unglaublich viel Spaß und erzeugt einzigartige Ergebnisse.

Charakter Glas: Nikon 58mm 1.4G

Kommen wir nun zu eines der Objektive das mich in den letzten Monaten am meisten bewegt und beschäftigt hat.

Das Nikon 58mm 1.4G – mit einem Preis von 1500€ gnadenlos überteuert, eigentlich rausgeschmissenes Geld in anbetracht eines rein technischen Vergleichs mit z.B. dem Sigma 50 1.4 ART – doch hat dieses Glas etwas, was wohl nur wenige Objektive besitzen:
Diesen eigenartigen Charakter – das Bokeh ist eines der schönsten die ich kenne, der Look ist toll 3-Dimensional.

Wenn ich in einem Objektiv sowas wie eine „Seele“ sehe, dann in diesem. Es ist fast so wie mit einem Oldtimer, die Suche nach dem besonderen und irgendwie persönlichem.
Nikon verfolgt damit eine Nachfolge des Legänderen Nikon 58mm 1.2 NOCT, welches in der ersten Version aus dem Jahr 1977 ist, heute ist diese Rariät um die 3000€ wert, wenn es überhaupt zu finden ist.
58mm sind für mich die perfekte Ergänzung zum 35mm Objektiv, nicht zu weit weg und nicht zu nah. Es erzeugt für meinen Geschmack einen sehr natürlichen Seh-Eindruck (noch besser als bei einem 50mm Objektiv), fast so als sei der Betrachter dabei. Deshalb ist es neben dem 35mm von Sigma das immer drauf auf der 2. Kamera und bildet somit ein Spiel aus 35mm und 58mm Brennweite. Abgerundet wird es natürlich mit der sehr Lichtstarken Blendenöffnung von 1.4, welches einen Einsatz in allen Situationen des Tages erlaubt.

Portrait-Spezialist: Nikon 85mm 1.8G

85mm ist warscheinlich die meist verbreitetste Portrait Brennweite – ich habe hierfür das Nikon 85mm 1.8G. Leicht, kompakt, offenblendig super Scharf und einfach nicht klein zu kriegen.

Das Objektiv sitzt während dem Portrait-Shooting immer drauf. Die Brennweite erzeugt einen tollen nahen und intimen Look und eignet sich so besonders für Portraits in denen Gesichter im Fokus sind. Während des Tages kommt das Objektiv vorallem in der Kirche zum Einsatz, hier erlauben die 85mm eine höhere Entfernung, denn eines der wichtigsten Kriterien während dem Fotografieren in der Kriche ist es dezent und unaufällig zu agieren.

Eine häufige Frage hierbei: Warum 1.8 und nicht 1.4 – ganz einfach: das 1.8 kostet nur ein drittel, ist leichter und der unterschied ist für mein Geschmack einfach zu gering.

Portrait-König: Nikon 135mm 2.0 D DC

Das Schlusslicht bildet das Nikon 135mm f2 D DC, welches zu den besten reinen Portrait-Objektiven von Nikon überhaupt gehört.
Immer wenn es darum geht eine maximale Freistellung zu erhalten, ein richitg cremiges und weiches Bokeh zu erzeugen, dann greif ich zum 135mm Objektiv.
In meiner Arbeit als Hochzeitsfotograf bildet es aber eher die Geheimwaffe, ich setzte es selten ein, wenn am Ende des Tages 100 Bilder mit dieses Objektiv gemacht sind, dann ist das schon viel. Ich bin vielmehr der Fotograf der nah am Geschehen ist, deshalb habe ich auch kein Objektiv mit einer höheren Brennweite als 135mm.

Das Nikon 135mm f2 D DC ist für die Lichtstärke und Brennweite noch richtig leicht und kompakt, verglichen mit dem beliebten Zoom Objektiv 70-200 2.8 VRI (VRII) und damit perfekt für meinen engen und kleinen Fotokoffer.

Licht

Licht

Ich bin kein Hochzeitsfotograf der auf viel zusätzliche Lichttechnik setzt. Für mich zählt: Wenige ist mehr!

Ich nutze einen Yongnuo YN 560III und 560II mit passenden Auslöser für entfesseltes Blitzen. Zum Einsatz kommt das allerdings meistens nur während des Portraits-Shootings um hier kreatives Licht zu setzen.

Ein alter aber immer noch funktionierender Nikon SB-600 TTL Blitz ist meine Sonne für den Abend und der Party. TTL ist hierbei eine tolle Unterstützung und erzeugt zuverlässige Ergebnisse.

Ein weiteres wichtiges Tool ist der gute alte Reflektor, welchen ich sehr gern einsetze. Einfach in der Handhabung, effektiv und vielseitig einsetzbar. Hier muss es meiner Meinung nach kein hochwertiger oder teuerer SunBounce sein.

Kreativ wird es mit allen Materialien die Spiegelungen erzeugen, ich habe hierfür verschiedene Dinge. Ein Prisma, konvex bzw. konkave Linsen und sogar mein iPhone nutz ich manchmal für Spiegelungen. Hier Arbeit ich immer spielerisch und lass mich einfach überraschen.

Zubehör

Neben den Kameras und Objektiven häuft sich mit der Zeit natürlich eine Menge Kleinkram an, hier eine kurze Auflistung ein paar wichtiger Dinge:

  • SD-Karten: Hier setze ich auf den Marktführer „SanDisk“ – Speicherkarten sind natürlich extrem wichtig, deshalb darf hier nicht gespart werden!
    Ich hab immer zwei in der Kamera um ein Backup aller gemachten Bilder zu haben.
  • Akkus: Akkus sind mindestens genau so wichtig wie Speicherkarten, denn ohne Akkus keine Fotos. Auch hier setzte ich auf original Nikon Akkus, in diesem Punkt geh ich keine Kompromiss ein. Nikon Akkus haben mich noch nie im Stich gelassen!
  • Kamera-Strap: Ein wichtiges Tool für den den Tag ist mein Kamera-Strap aus echt Leder. Er fasst zwei Kameras, sieht schick aus und ist verdammt praktisch. Beide Kameras hängen seitlich am Körper, das Gewicht ist gut verteilt und die Kameras sind flexibel griffbereit.
  • Stativ: Ein gutes Stativ gehört natürlich zur Standardausrüstung, ich setze es aber selten ein, vorwiegend für Langzeitbelichtungen am Abend.
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